Wärmepumpen-Leads Schweiz: gratis statt CHF 60–120/Lead

Publiziert: 22.07.2026 · Aktualisiert: 22.07.2026 · Redaktion Baugesuche Schweiz

Wärmepumpen-Baugesuche sind ein früher, kostenloser Hinweis auf einen Heizungsersatz – aber nur ein Teil davon ist noch ein offener Lead: Bei vielen ist zum Zeitpunkt der amtlichen Publikation bereits ein Fachplaner oder Installateur genannt. Eine Live-Auswertung der eigenen Datenbank zeigt, wie gross dieser Anteil ist, wo er am grössten ist – und wo das Datenfeld selbst noch Lücken hat.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Live-Auswertung (Stand 21.07.2026, 22.06.–21.07.2026): 238 Wärmepumpen-Baugesuche in 14 Kantonen; in den 133 Gesuchen mit verlässlich befülltem Fachplaner-Feld waren 43,6 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead.
  • Grösster Unterschied bei vergleichbarem Volumen: Zürich 58,0 % offen, Zug nur 14,3 % offen.
  • Referenzpreis aus dem Nachbarsegment Solar/PV: CHF 60–120 pro telefonisch verifiziertem Lead (Stand 23.03.2026) – der eigene Kategorie-Alert kostet nichts.
  • Gratis, ohne Login: Kategorie-Alert „Energie & Heizung" statt gekaufter Leads.

Wie viele Wärmepumpen-Baugesuche sind wirklich offene Leads?

„Ein Wärmepumpen-Baugesuch = ein Lead" stimmt nur, solange die amtliche Publikation noch keinen Fachplaner nennt. Eine Auswertung aller Publikationen der letzten 30 Tage, deren Titel oder Beschreibung „Wärmepumpe" enthält (eigene API, /api/v1/publications?q=Wärmepumpe), findet 238 solcher Gesuche in 14 Kantonen.

Vor der Auswertung des Fachplaner-Anteils zeigte eine Stichprobe ein Datenqualitätsproblem, das dieselbe Klasse Fehler ist wie bereits am 13.07.2026 für Bern/Basel-Landschaft dokumentiert (siehe „Bauleads Schweiz"): In Bern und Schwyz ist das strukturierte Feld „Projektverfasser" bei praktisch allen Gesuchen leer – der Name des Fachplaners steht aber trotzdem im Freitext der Publikation (Schwyz: 21 von 22 Stichproben, Bern: mindestens 16 von 33). Diese beiden Kantone (zusammen 105 der 238 Gesuche) sind deshalb aus der Prozent-Berechnung unten ausgeschlossen – ihre Baugesuche bleiben im Kategorie-Alert trotzdem vollständig sichtbar, nur die „offen/vergeben"-Auswertung ist für sie aktuell nicht verlässlich.

Für die verbleibenden 133 Gesuche (12 Kantone mit korrekt befülltem Feld) ergibt sich:

Kantone Gesuche (30 Tage) ohne genannten Fachplaner
Zürich 50 58,0 %
Zug 28 14,3 %
Übrige 8 Kantone (VS, NW, UR, OW, GL, AR, SH, SO) 55 45,5 %
Total (BE/SZ ausgeschlossen) 133 43,6 %

Methodik: eigene API, Zeitraum 22.06.–21.07.2026, Stand 21.07.2026. Ausgewertet wurde, ob das Feld „Projektverfasser" zum Publikationszeitpunkt leer war. Die „übrigen 8 Kantone" sind einzeln zu fallzahlschwach für eine eigene verlässliche Prozentzahl und deshalb zusammengefasst. Bern und Schwyz sind mit 83 bzw. 22 weiteren Gesuchen in der Rohzahl von 238 enthalten, fehlen in dieser Tabelle aber bewusst.

Ein aktuelles Beispiel für einen offenen Lead: In Bauma (ZH) wurde am 16.07.2026 die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Aussenaufstellung) publiziert – ohne genannten Fachplaner, Frist bis 05.08.2026. Im Kontrast dazu Zug: Von den 28 Gesuchen der letzten 30 Tage war bei 24 (85,7 %) bei Einreichung bereits eine Heizungs-, Elektro- oder Planungsfirma genannt (Namen hier bewusst nicht aufgeführt, siehe rechtlicher Hinweis in „Bauleads Schweiz") – wer dort einen Kategorie-Alert einrichtet, sollte ihn eher für Folgegewerke (Elektroanschluss, Rückbau der alten Heizung) als für den Erstauftrag nutzen.

„Wärmepumpe" ist zudem kein einheitliches Gewerk: Von den 238 Gesuchen betreffen 6 explizit eine Erdsondenbohrung für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe – eine spezialisierte Bohrleistung, die weder eine Heizungs- noch eine Elektrofirma ausführt, sondern ein Geothermie- respektive Brunnenbau-Betrieb. Für diese Nische lohnt sich ein eigener, enger Stichwort-Alert („Erdsonde" oder „Sole-Wasser") eher als ein breiter Kategorie-Alert auf „Energie & Heizung", der überwiegend Luft/Wasser-Anlagen liefert.

Wie genau nutze ich Wärmepumpen-Baugesuche als Leads – Schritt für Schritt

  1. Kategorie-Alert einrichten. Auf der Startseite die Kategorie „Energie & Heizung" wählen und mit dem eigenen Einzugsgebiet (Kanton oder Gemeinde) kombinieren – Details im Artikel „Baugesuche abonnieren". Wer nur an einer Nische wie Erdsonden-/Sole-Wasser-Anlagen interessiert ist, kann zusätzlich einen engeren Stichwort-Alert statt des breiten Kategorie-Alerts einrichten.
  2. Fachplaner-Feld prüfen. Jede Publikation zeigt auf ihrer Detailseite oder über die API, ob ein Projektverfasser genannt ist. Für Bern und Schwyz aktuell nur im Beschreibungstext, nicht im strukturierten Feld (siehe oben) – dort lohnt sich ein Blick in den Volltext.
  3. Volumen realistisch einschätzen. Zürich liefert bei hohem Volumen auch den höchsten Anteil offener Leads; Zug liefert zwar viel Volumen, aber meist schon vergebene Aufträge – dort lohnen sich eher Folgegewerke.
  4. Kontaktieren – nur mit den amtlichen Angaben. Bauherrschaft, Ort und Kurzbeschrieb aus der Publikation genügen für einen individuellen Kontakt; Details zu den rechtlichen Grenzen (UWG, revDSG) stehen im Artikel „Bauleads Schweiz".
  5. Systematisch statt manuell. RSS-Feed oder API direkt ins eigene CRM einspeisen – Anleitung dazu im Artikel „Baugesuche API".

Was kostet die Alternative – und wie lange bleibt Zeit?

Für Wärmepumpen-Leads speziell gibt es keine belastbare Schweizer Preisstatistik. Im benachbarten Segment Solar/PV, das ebenfalls über Baugesuche-Kategorien läuft, kostet ein telefonisch verifizierter Lead CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300 (Quelle: pv-anfragen.ch, Stand 23.03.2026). Diese Zahl ist eine Näherung aus einem vergleichbaren Marktsegment, keine Wärmepumpen-spezifische Erhebung – aber der einzige aktuell auffindbare, mit Datum und Quelle belegte CHF-Wert für den Lead-Kauf im Schweizer Heizungs-/Energiehandwerk. Dieselbe Quelle beziffert die gesamten Akquisitionskosten pro abgeschlossenem Auftrag über gekaufte Leads auf CHF 400–1'050, je nach Abschlussquote – zum Vergleich: bezahlte Suchmaschinenwerbung kostet im selben Segment CHF 160–400 pro Lead plus CHF 1'000–2'000 Agenturgebühr pro Monat. Der eigene Kategorie-Alert kostet demgegenüber nichts, weder pro Lead noch als Fixkosten.

Wie viel Zeit zwischen Publikation und Fristablauf bleibt, zeigt die eigene Datenbank für Gesuche mit befülltem Fristfeld (220 von 238, 22.06.–21.07.2026): im Schnitt rund 23,8 Tage, am häufigsten 20 Tage (78 Gesuche) und 30–31 Tage (49 Gesuche) – das deckt sich mit den beiden bereits verifizierten Kantonen Zürich (20 Tage) und Bern (30 Tage, Quelle: „Einsprache gegen Baugesuch"). Massgebend bleibt immer die Frist in der signierten amtlichen Publikation selbst, nicht dieser Durchschnittswert.

Wer die Bewilligungspflicht der Wärmepumpe selbst prüfen will (Melde- oder Baubewilligungsverfahren je nach Kanton), findet die Regeln im Artikel „Wärmepumpe: Meldepflicht oder Baubewilligung nach Kanton".

Wärmepumpen-Leads gratis statt gekauft abonnieren

Wer Wärmepumpen-Baugesuche systematisch als Frühindikator nutzen will, muss weder eine Lead-Agentur bezahlen noch die Website täglich manuell durchsuchen: Ein Kategorie-Alert „Energie & Heizung", kombiniert mit dem eigenen Einzugsgebiet, liefert jedes neue amtlich publizierte Gesuch automatisch per E-Mail, RSS oder API. Jetzt Kategorie-Alert einrichten – gratis, ohne Login, jederzeit mit einem Klick abbestellbar.

Was kostet ein Wärmepumpen-Lead sonst, wenn ich ihn nicht selber finde?

Für Wärmepumpen selbst gibt es keine belastbare Schweizer Preisstatistik. Im benachbarten Segment Solar/PV kostet ein telefonisch verifizierter Lead CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300, und die gesamten Akquisitionskosten pro Auftrag liegen dort bei CHF 400–1'050 (Stand 23.03.2026). Der Baugesuche-Alert kostet demgegenüber nichts.

Wie viele Wärmepumpen-Baugesuche sind aktuell noch ohne genannten Fachplaner?

In den zuverlässig ausgewerteten Kantonen (133 von 238 Gesuchen der letzten 30 Tage) waren 43,6 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead. Für Bern und Schwyz lässt sich das strukturierte Datenfeld aktuell nicht auswerten (siehe Methodik).

In welchen Kantonen sind Wärmepumpen-Leads am ehesten noch offen?

Bei vergleichbar hohem Volumen zeigt Zürich mit 58,0 % (29 von 50 Gesuchen) den grössten Anteil offener Leads, Zug mit 14,3 % (4 von 28) den kleinsten – dort ist bei Einreichung meist schon ein Fachplaner benannt.

Ist der Wärmepumpen-Alert auf dieser Website wirklich gratis?

Ja. E-Mail-Alert, RSS-Feed und API sind gratis, ohne Login und ohne Bezahlstufe. Filter lassen sich nach Kanton, Gemeinde und Kategorie „Energie & Heizung" kombinieren.

Darf ich die Bauherrschaft aus einem Wärmepumpen-Baugesuch direkt kontaktieren?

Ein einzelner, individueller Kontakt anhand der amtlich publizierten Angaben ist grundsätzlich zulässig. Automatisierte Massen-E-Mail-Werbung ohne vorherige Einwilligung ist es nicht (UWG Art. 3) – Details im Artikel „Bauleads Schweiz".

Wie zuverlässig sind die Prozentzahlen je Kanton?

Für Zürich, Zug und die übrigen kleineren Kantone stimmt das Feld „Projektverfasser" mit der amtlichen Publikation überein (stichprobenartig geprüft). Für Bern und Schwyz steht der Name des Fachplaners zwar im Freitext der Publikation, aber nicht im strukturierten Feld – diese beiden Kantone sind deshalb aus der Prozent-Berechnung ausgeschlossen, nicht aus der reinen Mengenangabe.

Rechtsverbindlich ist ausschliesslich die signierte amtliche Publikation der zuständigen Behörde; diese Website macht sie auffindbar, ersetzt sie aber nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ein Wärmepumpen-Lead sonst, wenn ich ihn nicht selber finde?

Für Wärmepumpen selbst gibt es keine belastbare Schweizer Preisstatistik. Im benachbarten Segment Solar/PV kostet ein telefonisch verifizierter Lead CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300, und die gesamten Akquisitionskosten pro Auftrag liegen dort bei CHF 400–1'050 (Stand 23.03.2026). Der Baugesuche-Alert kostet demgegenüber nichts.

Wie viele Wärmepumpen-Baugesuche sind aktuell noch ohne genannten Fachplaner?

In den zuverlässig ausgewerteten Kantonen (133 von 238 Gesuchen der letzten 30 Tage) waren 43,6 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead. Für Bern und Schwyz lässt sich das strukturierte Datenfeld aktuell nicht auswerten (siehe Methodik).

In welchen Kantonen sind Wärmepumpen-Leads am ehesten noch offen?

Bei vergleichbar hohem Volumen zeigt Zürich mit 58,0 % (29 von 50 Gesuchen) den grössten Anteil offener Leads, Zug mit 14,3 % (4 von 28) den kleinsten – dort ist bei Einreichung meist schon ein Fachplaner benannt.

Ist der Wärmepumpen-Alert auf dieser Website wirklich gratis?

Ja. E-Mail-Alert, RSS-Feed und API sind gratis, ohne Login und ohne Bezahlstufe. Filter lassen sich nach Kanton, Gemeinde und Kategorie „Energie & Heizung" kombinieren.

Darf ich die Bauherrschaft aus einem Wärmepumpen-Baugesuch direkt kontaktieren?

Ein einzelner, individueller Kontakt anhand der amtlich publizierten Angaben ist grundsätzlich zulässig. Automatisierte Massen-E-Mail-Werbung ohne vorherige Einwilligung ist es nicht (UWG Art. 3) – Details im Artikel „Bauleads Schweiz".

Wie zuverlässig sind die Prozentzahlen je Kanton?

Für Zürich, Zug und die übrigen kleineren Kantone stimmt das Feld „Projektverfasser" mit der amtlichen Publikation überein (stichprobenartig geprüft). Für Bern und Schwyz steht der Name des Fachplaners zwar im Freitext der Publikation, aber nicht im strukturierten Feld – diese beiden Kantone sind deshalb aus der Prozent-Berechnung ausgeschlossen, nicht aus der reinen Mengenangabe.