Solar-Leads Schweiz: gratis statt CHF 60–120/Lead
Solar-Baugesuche sind ein früher, kostenloser Hinweis auf ein Photovoltaik-Vorhaben – aber nur ein kleiner Ausschnitt des echten Markts, und nur ein Teil davon ist noch ein offener Lead. Eine Live-Auswertung der eigenen Datenbank zeigt beides: wie viele Gesuche noch ohne Fachplaner sind, und wie viele Solaranlagen überhaupt nie im Amtsblatt landen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Live-Auswertung (Stand 07.08.2026, 08.07.–07.08.2026): 213 Solar & PV-Baugesuche in 17 Kantonen; in den 197 zuverlässig ausgewerteten Gesuchen waren 21,3 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead.
- 2025 wurden schweizweit 37'257 neue PV-Anlagen installiert – rund 3'105 pro Monat. Dagegen stehen nur 213 Solar-Baugesuche in unserem 30-Tage-Fenster: Die grosse Mehrheit läuft übers meldepflichtige Verfahren, ganz ohne Amtsblatt-Eintrag.
- Referenzpreis für gekaufte Solar-Leads: CHF 60–120 pro telefonisch verifiziertem Lead (Stand 23.03.2026) – der eigene Kategorie-Alert kostet nichts.
- Gratis, ohne Login: Kategorie-Alert „Solar & PV" statt gekaufter Leads.
Wie viele Solar-Baugesuche sind wirklich offene Leads?
„Ein Solar-Baugesuch = ein Lead" stimmt nur, solange die amtliche Publikation noch keinen Fachplaner nennt. Eine Auswertung aller Publikationen der Kategorie „Solar & PV" der letzten 30 Tage (eigene API, /api/v1/publications?category=solar_pv) findet 213 solcher Gesuche in 17 von 18 erfassten Kantonen.
Vor der Auswertung des Fachplaner-Anteils zeigte eine Stichprobe dasselbe Datenqualitätsproblem, das bereits für die Kategorie Energie & Heizung dokumentiert ist (siehe „Wärmepumpen-Leads Schweiz"): In Schwyz ist das strukturierte Feld „Projektverfasser" bei allen 16 Gesuchen leer – der Name steht aber im Freitext der Publikation (16 von 16 Stichproben zeigen „Projektverfasserin: …" im Beschreibungstext). Schwyz ist deshalb aus der Prozent-Berechnung unten ausgeschlossen; die Gesuche bleiben im Kategorie-Alert trotzdem vollständig sichtbar.
Für die verbleibenden 197 Gesuche (17 Kantone, Schwyz ausgeschlossen) ergibt sich:
| Kanton | Gesuche (30 Tage) | ohne genannten Fachplaner |
|---|---|---|
| Zürich | 75 | 38,7 % |
| Wallis | 34 | 0,0 % |
| Bern | 29 | 3,4 % |
| Zug | 15 | 0,0 % |
| Übrige 12 Kantone (BL, NE, BS, AR, SH, NW, TI, JU, UR, SO, GE, OW) | 44 | 27,3 % |
| Total (Schwyz ausgeschlossen) | 197 | 21,3 % |
Methodik: eigene API, Zeitraum 08.07.–07.08.2026, Stand 07.08.2026. Ausgewertet wurde, ob das Feld „Projektverfasser" zum Publikationszeitpunkt leer war. Die „übrigen 12 Kantone" sind einzeln zu fallzahlschwach für eine eigene verlässliche Prozentzahl und deshalb zusammengefasst; einige davon (z. B. Genf, Obwalden) haben zusätzlich lückenhaft befüllte Beschreibungsfelder, was eine individuelle Prüfung wie bei Schwyz nicht zulässt.
Zwei aktuelle Beispiele zeigen beide Fälle, ohne die Bauherrschaft namentlich zu nennen (siehe rechtlicher Hinweis unten): In Eglisau (ZH) wurde am 03.08.2026 eine Solaranlage publiziert – ohne genannten Fachplaner, Frist bis 23.08.2026, also ein offener Lead. In Lützelflüh (BE) wurde am 06.08.2026 eine PV-Anlage im Rahmen eines grösseren Umbaus publiziert – hier war der Fachplaner (ein Planungsbüro) bereits benannt, der Erstauftrag also schon vergeben.
Wie lange bis zur Bewilligung Zeit bleibt, zeigt die eigene Datenbank für Gesuche mit befülltem Fristfeld (189 von 213, 08.07.–07.08.2026): im Schnitt rund 24,6 Tage, am häufigsten 20 Tage (79 Gesuche) und 30–31 Tage (54 Gesuche) – dieselbe Grössenordnung wie bei anderen Kategorien (siehe „Bauleads Schweiz"). Massgebend bleibt immer die Frist in der signierten amtlichen Publikation selbst, nicht dieser Durchschnittswert.
Warum die meisten Solaranlagen gar nie als Baugesuch erscheinen
Wer nur auf Baugesuche als Lead-Quelle setzt, sieht bewusst nicht den ganzen Markt – das gehört zur ehrlichen Einordnung dieser Zahl. Seit 1.5.2014 gilt für die meisten Solaranlagen auf Dächern in Bau- und Landwirtschaftszonen nur eine Meldepflicht statt einer Baubewilligung, seit 1.1.2026 auch für Fassaden-PV. Solche Meldungen laufen ohne öffentliche Auflage und tauchen deshalb nie im Amtsblatt auf – nur wer in eine der Ausnahmen fällt (Kernzone, Denkmalschutz-Inventar, ausserhalb der Bauzone) oder eine PV-Anlage im Rahmen eines ohnehin bewilligungspflichtigen Vorhabens einreicht, wird sichtbar. Die genaue Aufschlüsselung dieser Ausnahmen steht im Artikel „Solaranlage: Meldeverfahren oder Baubewilligung".
Wie gross die Lücke ungefähr ist, zeigt ein Vergleich mit der offiziellen Jahresstatistik: 2025 wurden gemäss der von Swissolar im Auftrag des Bundesamts für Energie erhobenen Jahresstatistik schweizweit 37'257 neue Photovoltaik-Anlagen installiert – umgerechnet rund 3'105 pro Monat (Quelle: pv magazine, Stand 10.07.2026). Dem stehen nur 213 Solar-Baugesuche in unserem 30-Tage-Fenster gegenüber, und das selbst dann, wenn man die fünf hier nicht erfassten Kantone (AG, LU, SG, GR, TG) grob anteilig dazurechnet. Die beiden Zahlen sind nicht exakt vergleichbar – unterschiedlicher Zeitraum, und die Schweizer Jahresstatistik zählt Anlagen, nicht Baugesuche –, aber die Grössenordnung ist eindeutig: Ein Baugesuch-Alert findet nur einen kleinen, durch Zonenrecht gefilterten Ausschnitt des tatsächlichen Solar-Markts. Für den Rest braucht es andere Kanäle (z. B. Elektroinstallateur-Netzwerke, Netzanschlussgesuche bei den lokalen Werken) – diese Website deckt nur ab, was amtlich publiziert wird.
Wie genau nutze ich Solar-Baugesuche als Leads – Schritt für Schritt
- Kategorie-Alert einrichten. Auf der Startseite die Kategorie „Solar & PV" wählen und mit dem eigenen Einzugsgebiet (Kanton oder Gemeinde) kombinieren – Details im Artikel „Baugesuche abonnieren".
- Fachplaner-Feld prüfen. Jede Publikation zeigt auf ihrer Detailseite oder über die API, ob ein Projektverfasser genannt ist. Für Schwyz aktuell nur im Beschreibungstext, nicht im strukturierten Feld (siehe oben) – dort lohnt sich ein Blick in den Volltext.
- Volumen realistisch einschätzen. Zürich liefert bei hohem Volumen auch den höchsten Anteil offener Leads; Wallis und Zug liefern zwar Volumen, aber fast immer schon vergebene Aufträge – dort lohnen sich eher Folgegewerke (Elektroanschluss, Gerüstbau) als der Erstauftrag.
- Meldeverfahren-Lücke einkalkulieren. Ein Baugesuch-Alert allein zeigt nicht das ganze Marktvolumen (siehe oben) – als Ergänzung, nicht als einzige Lead-Quelle nutzen.
- Kontaktieren – nur mit den amtlichen Angaben. Bauherrschaft, Ort und Kurzbeschrieb aus der Publikation genügen für einen individuellen Kontakt; die rechtlichen Grenzen (UWG, revDSG) stehen im Artikel „Bauleads Schweiz".
- Systematisch statt manuell. RSS-Feed oder API direkt ins eigene CRM einspeisen – Anleitung dazu im Artikel „Baugesuche API".
Solar-Leads gratis statt gekauft abonnieren
Eine belastbare Schweizer Preisstatistik gibt es speziell für Solar/PV-Leads: Ein telefonisch verifizierter Lead kostet CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300, die Akquisitionskosten pro abgeschlossenem Auftrag liegen bei rund CHF 400 – bei bezahlter Google-Suchwerbung sind es CHF 160–400 pro Lead plus CHF 2'000–5'000 pro Abschluss (Quelle: pv-anfragen.ch, Stand 23.03.2026). Der eigene Kategorie-Alert kostet demgegenüber nichts – weder pro Lead noch als Fixkosten, und er lässt sich jederzeit mit einem Klick abbestellen.
Jetzt Kategorie-Alert „Solar & PV" einrichten – gratis, ohne Login. Wer lieber selbst filtert, findet dieselben Daten live und gratis.
Was kostet ein Solar-Lead sonst, wenn ich ihn nicht selber finde?
Ein telefonisch verifizierter Lead kostet CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300. Die Akquisitionskosten pro abgeschlossenem Auftrag liegen bei rund CHF 400 (Stand 23.03.2026, Quelle unten). Der Baugesuche-Alert auf dieser Website kostet nichts.
Wie viele Solar-Baugesuche sind aktuell noch ohne genannten Fachplaner?
In den zuverlässig ausgewerteten Kantonen (197 von 213 Gesuchen der letzten 30 Tage) waren 21,3 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead. Für Schwyz lässt sich das strukturierte Datenfeld aktuell nicht auswerten (siehe Methodik).
Warum tauchen die meisten neuen Solaranlagen gar nicht als Baugesuch auf?
Weil seit 2014 (Dach) beziehungsweise 2026 (Fassade) für die meisten Anlagen nur eine Meldepflicht statt einer Baubewilligung gilt – solche Meldungen laufen ohne öffentliche Auflage und erscheinen nie im Amtsblatt. 2025 wurden schweizweit 37'257 neue PV-Anlagen installiert; im Amtsblatt sichtbar wird nur der kleine Teil, der eine Ausnahme (Kernzone, Denkmalschutz, ausserhalb Bauzone) betrifft oder Teil eines grösseren Bauvorhabens ist.
In welchen Kantonen sind Solar-Leads am ehesten noch offen?
Zürich zeigt mit 38,7 % (29 von 75 Gesuchen) den grössten Anteil offener Leads unter den grossen Kantonen. Wallis und Zug liegen dagegen bei 0 % – dort ist bei Einreichung praktisch immer schon ein Fachplaner benannt.
Ist der Solar-Alert auf dieser Website wirklich gratis?
Ja. E-Mail-Alert, RSS-Feed und API sind gratis, ohne Login und ohne Bezahlstufe. Filter lassen sich nach Kanton, Gemeinde und Kategorie „Solar & PV" kombinieren.
Darf ich die Bauherrschaft aus einem Solar-Baugesuch direkt kontaktieren?
Ein einzelner, individueller Kontakt anhand der amtlich publizierten Angaben ist grundsätzlich zulässig. Automatisierte Massen-E-Mail-Werbung ohne vorherige Einwilligung ist es nicht (UWG Art. 3) – Details im Artikel „Bauleads Schweiz".
Rechtsverbindlich ist ausschliesslich die signierte amtliche Publikation der zuständigen Behörde; diese Website macht sie auffindbar, ersetzt sie aber nicht.
Häufige Fragen
Was kostet ein Solar-Lead sonst, wenn ich ihn nicht selber finde?
Ein telefonisch verifizierter Lead kostet CHF 60–120, ein qualifizierter Beratungstermin CHF 150–300. Die Akquisitionskosten pro abgeschlossenem Auftrag liegen bei rund CHF 400 (Stand 23.03.2026, Quelle unten). Der Baugesuche-Alert auf dieser Website kostet nichts.
Wie viele Solar-Baugesuche sind aktuell noch ohne genannten Fachplaner?
In den zuverlässig ausgewerteten Kantonen (197 von 213 Gesuchen der letzten 30 Tage) waren 21,3 % noch ohne genannten Fachplaner – ein echter offener Lead. Für Schwyz lässt sich das strukturierte Datenfeld aktuell nicht auswerten (siehe Methodik).
Warum tauchen die meisten neuen Solaranlagen gar nicht als Baugesuch auf?
Weil seit 2014 (Dach) beziehungsweise 2026 (Fassade) für die meisten Anlagen nur eine Meldepflicht statt einer Baubewilligung gilt – solche Meldungen laufen ohne öffentliche Auflage und erscheinen nie im Amtsblatt. 2025 wurden schweizweit 37'257 neue PV-Anlagen installiert; im Amtsblatt sichtbar wird nur der kleine Teil, der eine Ausnahme (Kernzone, Denkmalschutz, ausserhalb Bauzone) betrifft oder Teil eines grösseren Bauvorhabens ist.
In welchen Kantonen sind Solar-Leads am ehesten noch offen?
Zürich zeigt mit 38,7 % (29 von 75 Gesuchen) den grössten Anteil offener Leads unter den grossen Kantonen. Wallis und Zug liegen dagegen bei 0 % – dort ist bei Einreichung praktisch immer schon ein Fachplaner benannt.
Ist der Solar-Alert auf dieser Website wirklich gratis?
Ja. E-Mail-Alert, RSS-Feed und API sind gratis, ohne Login und ohne Bezahlstufe. Filter lassen sich nach Kanton, Gemeinde und Kategorie „Solar & PV" kombinieren.
Darf ich die Bauherrschaft aus einem Solar-Baugesuch direkt kontaktieren?
Ein einzelner, individueller Kontakt anhand der amtlich publizierten Angaben ist grundsätzlich zulässig. Automatisierte Massen-E-Mail-Werbung ohne vorherige Einwilligung ist es nicht (UWG Art. 3) – Details im Artikel „Bauleads Schweiz".